Start Ratgeber Wasserspender mit Umkehrosmose gebraucht

Wasserspender mit Umkehrosmose gebraucht kaufen — worauf achten

Ein Wasserspender mit Umkehrosmose filtert, kühlt, erhitzt und macht manchmal sogar Eis. Dazu hat er einen Filter, der altert, und Wasser, das steht. Gebraucht entscheiden deshalb zwei Fragen: Wie sauber ist das Innere — und was kostet der nächste Filter?

So arbeitet ein Tischgerät ohne Festanschluss

Du füllst Leitungswasser in einen Rohwassertank. Von dort läuft es durch die Kartusche mit der Umkehrosmose-Membran in eine Kanne oder Kammer und wird kalt, warm oder heiß ausgegeben.

Dabei fällt immer Konzentrat an: Wasser, in dem sich die zurückgehaltenen Stoffe sammeln. Eine fest angeschlossene Anlage leitet es in den Abfluss. Bei den Philips-Stationen läuft es zurück in den Rohwassertank; Sensoren messen die gelösten Stoffe, und das Gerät meldet, wann der Tank geleert werden muss. Philips gibt 3 Liter gefiltertes Wasser auf 1 Liter Konzentrat an — eine Herstellerangabe.

Daraus folgt: Den Tank immer ganz leeren, nicht nur nachfüllen.

Nötig ist so ein Gerät nicht. Das Umweltbundesamt bewertet die Trinkwasserqualität in Deutschland in fast allen gemeldeten Proben als meist sehr gut; die Verbraucherzentrale hält Wasserfilter aus hygienischer Sicht in der Regel für unnötig. Ein Wasserspender ist ein Komfortgerät.

1. Der Filter ist ein Verschleißteil

Wie lange eine Kartusche hält, legt der Hersteller fest. Philips nennt für die ADD583 bis zu 12 Monate oder 2.000 Liter; andere Geräte haben andere Intervalle. Hat das Gerät eine Filteranzeige, schau sie an — bei Philips blinkt sie rot, wenn die Laufzeit fast abgelaufen ist.

Frag vor dem Kauf: Gibt es den passenden Filter noch, und was kostet er? Bei Philips passt laut Anleitung nur die Originalkartusche. Den aktuellen Preis vorher nachsehen — er gehört in die Rechnung.

2. Stehendes Wasser ist das eigentliche Risiko

Die Verbraucherzentrale nennt Trinkwasser ein verderbliches Lebensmittel, das schnell verkeimt, wenn es zu lange im Behälter steht oder mit alten Filtern in Kontakt kommt. Ein gebrauchtes Gerät kann genau das hinter sich haben.

Die Philips-Anleitung ist deutlich: Tanks nach 48 Stunden ohne Nutzung reinigen, das Wassersystem nach 5 Tagen spülen. Bei mehr als sieben Tagen Pause soll die Kartusche verschlossen im Kühlschrank lagern.

Wie ein gebrauchter Filter gelagert wurde, weißt du meist nicht. Plane deshalb ein: Tank und Kanne reinigen, das Spülprogramm nach Anleitung laufen lassen — und im Zweifel eine neue Kartusche einsetzen.

3. Was UV-C leistet — und was nicht

Bei den Philips-Stationen sitzt die UV-C-LED in der Kaltwasserkammer, schaltet sich stündlich ein und soll dort helfen, die Kammer sauber zu halten — nur solange die Kühlung läuft. Steht Wasser länger in der Kammer, soll man sie laut Hersteller trotzdem leeren.

UV-C hilft also an einer Stelle, reinigt aber nicht das ganze Gerät. Tank und Kanne reinigst du selbst: Philips empfiehlt mindestens einmal pro Woche eine Bürste, ausdrücklich nicht die Spülmaschine, und zum Entkalken Zitronensäure.

4. Kühlung und Eis: ein Kühlschrank im Kleinen

Kaltes Wasser und Eiswürfel kommen aus einem Kompressor mit Kältekreis; bei Philips mit dem Kältemittel R600a, und die Anleitung warnt davor, den Kreis zu beschädigen.

Kühlgeräte transportiert man stehend. AEG etwa rät, einen liegend transportierten Kühlschrank vor dem Betrieb etwa 24 Stunden aufrecht stehen zu lassen, damit das Öl in den Kompressor zurückläuft. Philips sperrt die Kühlung nach dem ersten Einschalten zwei Stunden, weil sich das System nach dem Transport setzen soll.

5. Heißwasser und Strom

Die Philips-Station erhitzt Wasser im Durchlauf. Dafür zieht sie kurz viel Leistung: Die Anleitung nennt 2.050 bis 2.400 Watt Heizleistung, für die Kühlung 100 Watt.

Laut Anleitung gehört das Gerät an eine geerdete Steckdose, ohne Mehrfachsteckdosen dahinter, und mit mindestens 20 Zentimetern Abstand zur Wand, damit die Kühlung arbeiten kann.

6. Der Testlauf, der etwas aussagt

Ein Gerät, das nur leuchtet, ist nicht geprüft. Lass dir zeigen oder bestätigen:

  1. Es filtert. Tank füllen, Spülprogramm starten: Füllt sich die Kanne, wird Wasser gefördert.
  2. Es heizt. Beim ersten Heißwasser kalibriert die Philips-Station den Siedepunkt — dabei kann Dampf austreten.
  3. Es kühlt. Warten, bis die Anzeige „fertig“ meldet; Philips nennt 5 °C als Zieltemperatur.
  4. Es macht Eis. Zeit einplanen: Die Anleitung nennt für den ersten Eiszyklus 70 bis 110 Minuten.
  5. Es bleibt dicht. Danach unter das Gerät schauen. Als Ursachen für Leckagen nennt die Anleitung unter anderem ein verstopftes Ventil am Tankboden und eine schlecht eingesetzte Kanne.

Kratzer auf Deckel oder Gehäuse sind kosmetisch. Ein Riss im Tank oder in der Kanne ist es nicht — das sind die Teile, die das Wasser halten.

Versand: groß, aber ein Paket

Die Philips-Station misst laut Datenblatt 27 × 43 × 45,5 Zentimeter; bei uns geht so ein Gerät als großes Paket raus. Egal, wo du kaufst: Leer soll es reisen — Philips verlangt schon vor längeren Pausen, Tank und Kanne zu leeren.

Die Kurzfassung

Ein gebrauchter Wasserspender mit Umkehrosmose hat zwei laufende Themen: den Filter und die Hygiene. Rechne den nächsten Filter in den Preis ein, reinige und spüle das Gerät nach Anleitung, bevor du daraus trinkst — und lass dir zeigen, dass es filtert, heizt, kühlt und dicht bleibt.

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Kurz gefragt

Sollte man bei einem gebrauchten Wasserspender mit Umkehrosmose den Filter wechseln?

Wie ein gebrauchter Filter gelagert wurde, weißt du meist nicht. Philips etwa verlangt, die Kartusche bei mehr als sieben Tagen Pause verschlossen im Kühlschrank zu lagern. Im Zweifel setzt du eine neue ein — und rechnest ihren Preis vorher ein.

Wohin geht das Abwasser bei einem Umkehrosmose-Gerät ohne Festanschluss?

Bei den Philips-Stationen läuft das Konzentrat zurück in den Rohwassertank, und das Gerät meldet, wann der Tank geleert werden muss. Deshalb den Tank immer ganz leeren, nicht nur nachfüllen.

Reicht die UV-C-Funktion für die Hygiene?

Nein. Bei den Philips-Stationen sitzt die UV-C-LED in der Kaltwasserkammer und arbeitet nur, solange die Kühlung läuft. Tank und Kanne reinigst du selbst; Philips empfiehlt dafür mindestens einmal pro Woche eine Bürste, nicht die Spülmaschine.

Wie transportiert man einen Wasserspender mit Eiswürfelbereiter?

Stehend und leer, wie ein Kühlgerät. Nach einem liegenden Transport rät AEG bei Kühlschränken, sie etwa 24 Stunden aufrecht stehen zu lassen; Philips sperrt die Kühlung nach dem ersten Einschalten ohnehin zwei Stunden.